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The Police (engl. für ‚die Polizei‘) war eine englische New-Wave–Band, die von 1978 bis 1984 ihre Erfolge hatte. Sie gilt als eine der erfolgreichsten Rockformationen des New Wave. Anfangs von Punk und Reggae inspiriert, experimentierte das Trio später auch mit Elementen des Jazz und der Weltmusik.
Vier von fünf Studioalben belegten Platz 1 der britischen Album-Charts, ebenso erfolgreich waren die Single-Auskopplungen Message in a Bottle (1979), Walking on the Moon (1979), Don’t Stand So Close to Me (1980), Every Little Thing She Does Is Magic (1981) und Every Breath You Take (1983).
Anlässlich der Grammy Awards 2007 gab The Police am 12. Februar 2007 ihr Comeback in der Musikbranche bekannt, anschließend gingen die Musiker nochmals auf Welttournee, veröffentlichten aber kein neues Material. Am 7. August 2008 gab die Band ihr nach eigenen Angaben endgültig letztes Konzert.
Der amerikanische Schlagzeuger Stewart Copeland war nach zwei kommerziell erfolglosen Jahren mit Curved Air auf der Suche nach einem Konzept für eine neue Band, als in England die Punk-Welle begann. In einem Jazzclub im britischen Newcastle traf Copeland am 25. September 1976 den Bassisten und Sänger Sting.
Nach einigen Auftritten gründeten Sting (Bass, Gesang) und Stewart Copeland (Schlagzeug) im Januar 1977 mit dem aus Korsika stammenden Punk-Gitarristen Henry Padovani The Police in London. Stewarts ältester Bruder Miles Copeland verhalf der Band als Manager zu ihrem Plattenvertrag mit A&M Records.
Das Trio übernahm die rohe Energie der Punkmusik. Der Name The Police war zu der Zeit provokant, weil es oft Auseinandersetzungen zwischen Punks und der Polizei gab. Copeland, Padovani und Sting hatten zahlreiche Live-Auftritte; sie tourten im März/April mit Cherry Vanilla und Wayne County & The Electric Chairs. Im Mai 1977 landeten sie mit der von Miles Copelands unabhängigen Label Illegal Records veröffentlichten Single Fall Out/Nothing Achieving ihren ersten kleinen Erfolg. Wie andere frühe Lieder wurde Fall Out als Studioversion erstmals auf Message in a Box: The Complete Recordings 1993 veröffentlicht.
Im Mai lud Mike Howlett, vormals Bassist bei Gong, Sting und den mit ihm befreundeten Andy Summers ein, zusammen als Strontium 90 aufzutreten. Stewart Copeland schloss sich ebenfalls an, als der Drummer verhindert war. Diese kurzlebige Bandformation nahm einige Demotracks auf, gefolgt von einem Auftritt am Comeback-Konzert von Gong am 28. Mai 1977 in Paris (siehe Diskografie) und einem Konzert als The Elevators in einem Londoner Club. Im Juni 1977 schloss sich Summers, der zehn Jahre älter als Copeland und Sting war und bereits ein erfahrener Musiker, The Police an – im Juli 1977 tourten sie als Quartett. Summers ersetzte dann ab August Padovani, dessen Spiel nicht mehr passte, seit sich die Band vom Punk wegbewegte, und der die Gruppe freiwillig verließ.
Von Bedeutung war in der Gründungszeit von The Police auch die Zusammenarbeit mit dem deutschen Künstler Eberhard Schoener. Schon 1977 spielte Andy Summers als Gastmusiker auf Schoeners LPs The Book und Trance-Formation. Im Herbst 1977 fuhren dann auch Sting und Stewart Copeland nach München, um dort zusammen mit Andy Summers als Gastmusiker auf Schoeners LP Flashback mitzuwirken. Auch bei der 1978 erschienenen LP Video Magic Schoener waren noch Sting und Summers dabei. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit ging das Trio im Laufe der Jahre 1977 und 1978 mit Schoener auf Tournee.
Im Februar 1978 traten sie in einem Werbespot für Wrigley’s Kaugummi auf, um etwas Geld zu verdienen. Die Band sollte sich die Haare blond färben, um mehr „Punkrock“ auszustrahlen; bis dahin hatten sie alle dunkelbraunes Haar.[7] Der Werbespot wurde nie ausgestrahlt, aber dies wurde nun ein Markenzeichen von The Police.



Im Frühling 1978 unterzeichnete The Police mit A&M Records einen Vertrag. Die erste von Miles Copeland vorfinanzierte Single Roxanne war in den Charts zunächst ein Misserfolg.
The Police begaben sich daraufhin im Sommer 1978 auf eine durch ihren Manager finanzierte Tournee in die USA und reisten durch den ganzen Kontinent. Danach tourten sie in Australien, wo sich die ersten Erfolge in kommerzieller Hinsicht abzuzeichnen begannen. Von ihrem Punk-Ausgangspunkt hatte sich die Band zu dieser Zeit weitestgehend gelöst.
The Police war eine der ersten Bands, die Elemente von Reggae dominierend in ihre Lieder einbaute und damit internationale Erfolge erzielte. Obwohl im England der 1970er Jahre Reggae bereits populär war, war dieser Stilmix insbesondere in den USA noch eher unbekannt geblieben.
Im Herbst 1978 erschien das in den Surrey Sound Studios aufgenommene Debütalbum Outlandos d’Amour. Aufgrund der erfolgreichen US-Tour war man nun auch in Großbritannien auf die Band aufmerksam geworden. Unmittelbar nach Veröffentlichung des Albums startete das Trio eine Tournee in Großbritannien als Vorgruppe von Alberto Y los Trios Paranoias und veröffentlichte die Single So Lonely. Im Frühling 1979 erreichte Roxanne Platz 12 in den britischen Charts, das Album Platz 6. Ebenfalls erfolgreich war Can’t Stand Losing You.
Zur selben Zeit nahm Sting erste Film-Rollen an, zum Beispiel in Quadrophenia, basierend auf dem gleichnamigen Album von The Who, und später im selben Jahr in Radio On, denen zahlreiche weitere folgten.
Basierend auf dem Erfolg der Single Message in a Bottle etablierte das zweite Album Reggatta de Blanc, erneut in den Surrey Sound Studios aufgenommen, (vier Wochen auf Platz 1 der U.K. Charts) im Herbst 1979 den europaweiten Erfolg von The Police, und Walking on the Moon wurde ihre erste Nummer-1-Single. Die Auszeichnung für die „Best Rock Instrumental Performance“ für Reggatta de Blanc war der erste von insgesamt sechs Grammys.
Miles Copeland organisierte eine Tournee durch Thailand, Indien, Mexiko, Griechenland und Ägypten.
Studioalbum Nummer 3 – Zenyattà Mondatta – erschien im Herbst 1980. Die Band wechselte hierfür aus steuerlichen Gründen in die Wisseloord Studios in die Niederlande. In den USA wurde zunächst De Do Do Do, De Da Da Da ausgekoppelt und erreichte Platz 10 in den US-Charts. Die erste Singleauskopplung in Europa war hingegen Don’t Stand So Close to Me, das auf den ersten Platz der BBC-Charts gelangte. Im Frühling 1981 erzielte die Band auch mit diesem Titel einen Top-Ten-Hit in den USA. Zenyatta Mondatta wurde bei der Grammy-Verleihung 1981 in der Kategorie Beste Darbietung eines Rockinstrumentals ausgezeichnet.
Innerhalb von zwei Jahren hatte The Police drei kommerziell erfolgreiche Studioalben produziert. Seit 1981 entwickelten sich die drei Musiker künstlerisch in verschiedene Richtungen. So erhielt Andy Summers mit dem von ihm komponierten Instrumentalstück Behind my Camel den Grammy für die Beste Darbietung eines Rockinstrumentals (Rock Instrumental Performance). Die Band gewann für ihren gemeinsamen Erfolg mit Don’t Stand So Close to Me außerdem den Grammy für die Beste Darbietung eines Duos oder einer Gruppe mit Gesang – Rock. Als Hauptsongwriter der Band blieb Sting für sämtliche Hits der Gruppe verantwortlich.
1981 trat The Police – mit XTC, UB40, Wall of Voodoo, The Go-Go’s, The Fleshtones, Joan Jett and the Blackhearts, Devo, Oingo Boingo, Gary Numan, Klaus Nomi – in Urgh! A Music War auf, einer von Miles Copeland III produzierten Musik-Dokumentation über Punk, New Wave, Reggae und Ska mit Bands aus Europa und den USA.
Im Oktober 1981 erschien das in den legendären AIR Studios Montserrat aufgenommene Album Ghost in the Machine, produziert von Hugh Padgham. Der Titel und einige Inhalte des Albums wurde von Arthur Koestlers Sachbuch Das Gespenst in der Maschine (1967) inspiriert. Da sich das Trio nicht auf ein Schallplattencover einigen konnte, wurden seine Porträts in Form vereinfachter digitaler Ziffern in roter Farbe auf schwarzem Hintergrund dargestellt. Von ihrer bisherigen Instrumentierung wich die Band nun erstmals ab und verwendete in weiten Passagen Saxophon und Synthesizer. Andy Summers’ eigentümliche Spielweise trat wie der Einsatz von „übertriebenen Effekte“ in den Hintergrund, womit die (offenbar von Sting forcierte) Hinwendung zu noch eingängigeren Melodien und Arrangements vollzogen war, auch wenn die Gesamtstimmung des Albums eher gedrückt ist. Ghost in the Machine war ein Erfolg (UK Nr. 1 – USA Nr. 2), und Every Little Thing She Does Is Magic war der bislang erfolgreichste Hit des Trios.
The Police – Wrapped Around Your Finger (Official Music Video)
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